EDV/IT- Bewertungsgutachter

Domainbewertung / Bewertung von E-Commerce-Anwendungen


Site

Kontakt
Impressum

Datenschutzerklärung

▪ Disclaimer

▪ Home


Angebots-Unterlagen anfordern


Keywords
Gutachten, Gutachter, Sachverständiger, Sachverständigenbüro, Domainbewertung, E-Commerce, Webshop


Aktualisierung: 31.12.2013

© 2011


 



Motivation:

Eine häufig gestellte Frage ist die nach dem Wert einer Domain, einer Internet-Seite oder einer E-Commerce-Anwendung (Web-Shop). Den Wert jeweils genau in € und Cent anzugeben ist nicht einfach, da auch hier verschiedenste Kriterien und Faustregeln zur Anwendung kommen müssen. Allgemein müssen grundsätzlich die Regeln zur Bewertung von IT-Projekten und Software zum tragen kommen.

Der große Vorteil, den Wert seiner Domain bzw. E-Commerce-Anwendung (Webshop) jeweils genau zu kennen, besteht aufgrund der großen Bedeutung des Internet in Wirtschaft und Gesellschaft darin, den Wert seines Geschäfts realistisch einschätzen zu können. Denn der Wert einer guten (also lukrativen) Domain bzw. E-Commerce-Anwendung wird im Falle einer Fusion oder Veräußerung eines Unternehmens oder freiberuflichen Praxis gerne vergessen.

 

Kriterien:

Zunächst geht es um "Soft-Facts" und rein semantische Fragen, die mit Geld zunächst nicht aufgewogen werden können, aber sehr wohl als monetäre Potentiale in die Bewertung einfließen müssen. Es geht darum festzustellen, ob eine Internet-Adresse z.B. leicht zu merken ist, weniger anfällig für Tippfehler ist oder einem eher tippfaulen Vielsurfer entgegenkommt. Eine weitere Frage wäre, ob eine Webseite sogenannten Usability-Kriterien genügt, die Seite also leicht und intuitiv zu bedienen ist und den Anforderungen der Wahrnehmungspsychologie genügt.

Diese und ähnliche Kriterien liegen den meisten softwaregestützten Bewertungstools zugrunde, die man auch im Internet zuhauf findet. Das allein reicht aber meist nicht aus, vor allem, wenn ein Unternehmen ganze Geschäftsprozesse auch oder gar überwiegend über das Internet abwickelt. Die Domain mag hier gerade noch bewertet werden können, aber wohl kaum der gesamte Web-Content, auf den es ja eigentlich ankommt, vor allem, wenn man bedenkt, was noch alles dahinter steht (mitunter komplexe Prozesse und ERP-Anwendungen). Hier müssen kaufmännische Kriterien angesetzt werden, Methoden, wie sie auch in der Unternehmensbewertung zum Einsatz kommen.

 

Wesentlicher Faktor für die Wertbestimmung ist die kommerzielle Nutzbarkeit einer Webseite, auch in der Zukunft (E-Commerce). Es geht um die Beantwortung der Frage: Ist ein potentieller Käufer bereit, mehr zu bezahlen? Auch hier sind kurze sprechende Domains sicher höher zu bewerten, als Bindestrich-Domains oder Domains, die nur einen regionalen Markt ansprechen. Wesentlicher Faktor ist auch die Suchmaschinen-Freundlichkeit einer Webseite und die Listung in den Suchmaschinen nach Eingabe wichtiger, kommerziell nutzbarer Keywords.

Auch die Anbindung an Shop-Systeme und/oder Online-Bezahlsysteme spielt eine große Rolle. Auch die Frage, wie lange die Domain bereits besteht und wie viel Vertrauen sie in der Web-Gemeinde genießt, darf nicht vergessen werden. Selbstverständlich sind auch die Zugriffszahlen sowie die Klickrate im Hinblick auf Kauflinks (also Produkte und Dienste, die in Rechnung gestellt werden) sehr wichtig für eine marktgerechte Bewertung einer Domain. Ferner können auch die Deckungsbeiträge je Kunde, der über die Webseite gekommen ist, in die Bewertung einbezogen werden. Häufig verbirgt sich hinter einer Domain auch ein ganzes Unternehmen, das mit dieser Domain assoziiert wird, und deshalb als Ganzes zu bewerten ist.

 

Das Image einer Domain ist sehr wichtig. Dabei spielt unter anderem die Domain-Endung (.com, de, .eu, etc.) eine nicht zu unterschätzende Rolle, je nachdem, wie das Unternehmen hinsichtlich des Geschäftsfeldes und der geographischen Ausrichtung aufgestellt ist. Exotische Top-Level-Domains, die häufig von Briefkastenfirmen und kriminellen Organisationen genutzt werden, genießen ein sehr niedriges Ansehen und werden sich i.d.R. negativ auf die Bewertung einer Domain auswirken.

 

Selbst das Risiko einer rechtlichen Auseinandersetzung sowohl hinsichtlich des Domain-Namens als auch des Inhaltes sind von Relevanz. Im Internet kann man nicht nur sehr viel Geld verdienen, sondern noch schneller verlieren. Das Abmahnwesen ist nach wie vor in vollem Gange. Vor allem die Verletzung von Marken- und Urheberrechten ist hier hervorzuheben. Es klar, dass eine Domain/Webseite, die diese und andere Rechte verletzt, einem hohen Risiko (Prozessrisiko) ausgesetzt ist und daher meist wertlos ist. Eine sachverständige Domain-Bewertung schließt auch das Risiko rechtlicher Auseinandersetzungen ein.

 

Rechnungslegung und Gewinnermittlung:

Eine für viele Unternehmen wichtige und interessante Frage ist, ob die Ausgaben zur Erstellung und Pflege der Webseite im Rahmen handelsrechtlicher Rechnungslegung und steuerlicher Gewinnermittlung bilanzierungsfähig und planmäßig abschreibbar sind.

Anrechenbare Aufwendungen finden sich zunächst in den Erstellungskosten der Web-Seite (z.B. Design). Dabei ist ein ganzes System von Webseiten regelmäßig als einheitlicher Vermögensgegenstand zu sehen und somit abstrakt bilanzierungsfähig. Einer konkreten Bilanzierungsfähigkeit können jedoch auch Bilanzierungsverbote entgegenstehen (immaterielle Gegenstände des AV, die nicht entgeltlich erworben wurden, dürfen z.B. nicht als Aktivposten bilanziert werden). Web-Seiten sind grundsätzlich immaterielle Gegenstände des AV. Deshalb sind sie nur dann aktivierungsfähig, wenn sie im Wege der Fremderstellung unter Zugrundelegung eines Werkvertrages erstellt wurden. Selbsterstellung oder Zugrundeliegen eines Dienstvertrages sind dagegen schädlich, die Web-Seite kann nicht aktiviert werden. Daneben sind noch zahlreiche weitere Faktoren zu berücksichtigen. Es gibt weitere Ausschlusskriterien und es ist klar, dass nicht alle Kriterien, die den Wert einer Domain/Web-Seite bestimmen, gleichsam auch aktivierungsfähig sind.

Gegebenenfalls sind Erhaltungs- und Herstellungsaufwendungen im Rahmen von Weiterentwicklungen und Verbesserungen aktivierungsfähig. Sie liegen dann vor, wenn ein bestehender Vermögensgegenstand erweitert oder wesentlich verbessert wird. All dies selbstverständlich nur, wenn dem nicht wiederum Bilanzierungsverbote entgegenstehen. Und es ist selbstverständlich, dass sowohl das Handelsrecht und erst recht das Steuerrecht stetigem Wandel unterliegen und sich im Zuge dessen die Wertermittlung und Aussagen dazu anpassen müssen.

 

Ein Sachverständiger kann hier wertvolle Dienste leisten, auch in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater/Wirtschaftsprüfer. Wie Sie sehen, handelt es sich hier um ein äußerst komplexes Thema, bei dem wiederum kaufmännische und IT-technische Fragestellungen Hand in Hand gehen. Es ist sicher auch sinnvoll, einen Sachverständigen zu konsultieren, bevor man ein entsprechendes Web-Projekt aufsetzt. Er wird sicher einige wertvolle Ideen beisteuern, die bares Geld wert sind.

 

Detaillierte Informationen zu meinen Tätigkeitsfeldern finden Sie auf den jeweiligen Seiten. Selbstverständlich bin ich trotz meiner breiten Aufstellung nicht allwissend.  In einem persönlichen Gespräch und / oder im Rahmen einer Ortsbesichtigung lässt sich schnell klären, ob ich auch für Sie sachverständig tätig werden kann. Für darüber hinausgehende Fragen stehe ich Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Meine Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter dem Menüpunkt "Impressum" oder nutzen Sie unter dem Menüpunkt "Kontakt" das Kontaktformular. Gerne rufe ich Sie zurück.


Alle auf dieser Website genannten Produktnamen, Produktbezeichnungen und Logos sind eingetragene Warenzeichen und Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.