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Technische / wirtschaftliche Mediation & Schlichtung


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Muster Mediationsvereinbarung (PDF)


Keywords
Gutachten, Gutachter, Sachverständiger, Sachverständigenbüro,
Mediation, Technische Mediation, Wirtschaftsmediation, Schlichtung


Aktualisierung: 31.12.2013

© 2011


 



Motivation

Unter Mediation versteht man ein Vermittlungsverfahren zwischen Vertragsparteien, das insbesondere in einem frühen Stadium eines Konflikts Anwendung findet. Mediation ist:

  • eine Verhandlung zwischen streitenden Parteien im Beisein eines Mediators (= neutraler Dritter), der die Verhandlung in einem strukturierten Ablauf leitet.

  • ein außergerichtlicher Weg der Konfliktregelung und -Lösung.

Die Mediation strebt dabei eine verbindliche, ergebnisbezogene Lösung an, die von den Konfliktparteien persönlich und freiwillig erarbeitet wird.

Die Mediation durch einen technischen Fachmann (technische Mediation) als Nicht-Jurist, ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich die Konfliktparteien über die juristischen Fragen einig sein könnten, allerdings technische Probleme und deren Auswirkungen unterschiedlich beurteilen.

 

Eine Mediation ist auf jeden Fall schneller als jede gerichtliche Auseinandersetzung. Das ist ihr größter Vorteil. Jedoch wird jede Partei, der es nur darum geht, auf Verzögerungen abzuzielen, um daraus Vorteile für sich herauszuschlagen (z.B. Zahlungen zu verzögern), eben aus diesem Grund die Mediation zu verhindern trachten. Es ist deshalb anzuraten, zumindest bei größeren Aufträgen/Projekten für den Streitfall die Mediation mit in den Vertrag aufzunehmen. Diese kann dann bindend für die Vertragsparteien vereinbart werden.

 

Durchführung

Eine technische / wirtschaftliche Mediation muss strukturiert sein und läuft in klaren Schritten ab:

  1. Erhebung der formalen, juristischen Situation. Ziel: Festhalten von Vertragsgegenstand, Liefertermin, Abnahmebedingungen, Vertragsstrafen, Zusätzen, usw.

  2. Erhebung der technischen Situation: Prüfen von Pflichtenheft, begleitender Projektdokumentation, Besprechungsprotokolle, Änderungswünschen, Änderungszusagen, Terminänderungen und dergleichen. Dazu gehören selbstverständlich auch Dinge wie Abnahme und Abnahmeprotokoll, Fehlermeldungen, Fehlerbehebungen und Abnahmewiederholungen.

  3. Klärung des Streitgegenstandes: Dies ist die Hauptarbeit des technischen Mediators: Was ist der eigentliche Streitgegenstand? Worüber wird warum gestritten?

  4. Problemlösung bzw. Schadensbestimmung: Das Ziel hängt von der Aufgabe ab, die die Parteien dem Mediator gestellt haben. Das kann auch das Finden einer technischen Lösung sein. Es wird versucht, eine für alle Parteien tragfähige Lösung zu finden. Die Erfahrung zeigt, dass eine solche Lösung meist gefunden und schnell umgesetzt werden kann. Deshalb kann es auch sinnvoll sein, einen Mediator bereits in Teilphasen eines Projektes einzusetzen, um den Gesamterfolg des Projektes nicht zu gefährden. Die Probleme tauchen ja häufig bereits vor der eigentlichen Implementierungsphase und vor Produktivsetzung auf.

  5. Erstellung des Abschlussberichts: Dokumentation und Mitteilung des Ergebnisses. Für den Fall weiteren Streits nach Mediation kann der Abschlussbericht als Vorarbeit für ein weiteres Gutachten (Schiedsgutachten) zur Beschleunigung des Verfahrens und / oder als Argumentationshilfe herangezogen. werden.

 

Einfache Streitangelegenheiten lassen sich durchaus an einem Tag klären. Komplexe mittelgroße und große Projekte können häufig binnen 2-4 Wochen einer Lösung zugeführt werden. Das ist immer noch kostengünstiger als ein langwieriger Rechtsstreit, der meist ohnehin auf einen Vergleich hinausläuft und überdies hohe Schadensersatzforderungen beinhalten kann.

 

Kosten

Für die Mediation existiert keine Honorarordnung. Deshalb ist das Honorar frei auszuhandeln. Es existieren allerdings Verbandsregeln, wie die sogenannte Hamburger Mediationsordnung für Wirtschaftskonflikte. Dort sind Stundensätze in Höhe von 150-350 € und Tagessätze in Höhe von 1.200-2.800 € festgelegt.

Natürlich kann eine davon abweichende Vereinbarung getroffen werden, abhängig z.B. von der Höhe des Streitwerts und der Komplexität des zu behandelnden Sachverhalts.
 

Vorteile

  • Schnelligkeit

  • i.d.R. günstige Kosten

  • konstruktives Vorgehen

  • Diskretion, Vermeiden negativer Publizität

  • Klarheit über technische Streitpunkte

  • Wahrung von Geschäfts- und Firmengeheimnissen.


Will man bereits bei Vertragsschluss eine Basis für eine im Streitfall gütliche Vereinbarung treffen, so ist der Einbau einer entsprechenden Mediationsklausel in den Vertrag sinnvoll.

Die Durchführung einer Mediation ähnelt der Erstellung eines Schiedsgutachtens, unterscheidet sich allerdings dadurch, dass die Mediation bereits im Vorfeld der Abschlusses eines Projektes (also vor Abnahme) zum tragen kommen kann und ein Schiedsgutachten nicht mehr erforderlich ist. Das grundlegende Ziel der Mediation besteht ja in einer prospektiven Schlichtung und nicht nachträglichen Feststellung von Tatsachen. Die Mediation ist zudem an weniger juristische Formalien und Regelungen gebunden. Das schließt natürlich nicht aus, dass eine Mediation später doch noch in einem Schiedsgutachten enden kann, vor allem wenn zuvor auch dahingehend eine entsprechende Schiedsgutachtenabrede im Vertragswerk formuliert wurde.

 

Ich stehe Ihnen als Mediator sowohl in ausgewählten kaufmännischen Bereichen als auch IT-Projekten zur Verfügung. Aufgrund meiner mehr als 15-jähigen Erfahrung in der SAP-Beratung und dementsprechenden Großprojekten, bin ich dahingehend sicher eine gute Wahl.

Es hat sich gezeigt, dass es in größeren Projekten sinnvoll ist, in regelmäßigen Abständen kleinere Mediationen durchzuführen, um Differenzen vorzubeugen und somit Synergien innerhalb des Projekts zu schaffen. Salopp kann man auch von einem begleitenden Projektcoaching sprechen. Ein Vorgehen, das schon so manches Projekt gerettet hat. Nähere Informationen dazu hier: Projekte.

 

 

Detaillierte Informationen zu meinen Tätigkeitsfeldern finden Sie auf den jeweiligen Seiten. Selbstverständlich bin ich trotz meiner breiten Aufstellung nicht allwissend.  In einem persönlichen Gespräch und / oder im Rahmen einer Ortsbesichtigung lässt sich schnell klären, ob ich auch für Sie sachverständig tätig werden kann. Für darüber hinausgehende Fragen stehe ich Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Meine Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter dem Menüpunkt "Impressum" oder nutzen Sie unter dem Menüpunkt "Kontakt" das Kontaktformular. Gerne rufe ich Sie zurück.


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